14.04.2018 – Offizielles Update zur Besteuerung von Kryptowährungen in Deutschland

Januar 2018 – Das deutsche Bundesfinanzministerium bestätigte die herrschende Meinung, alle Kryptowährungen seien unter § 23 Einkommensteuergesetz zu subsumieren.

Sehr schön und auch verständlich erklärt wird das Ganze hier:

finanzgefluester.de/besteuerung-von-kryptowaehrungen/

Eine Zusammenfassung in Kurzform, für den „schnellen“ Leser:

Folglich wurde die Besteuerung als „privates Wirtschaftsgüter“ im Sinne des § 23 EStG nun über den Bitcoin hinaus für alle Kryptowährungen bestätigt.
(Quelle: BT-Drucks. 19/370 vom 5.1.2018, S. 21f.)

Heißt, es muss alles versteuert werden was innerhalb eines Jahres veräußert wird (Krypto/Fiat und auch Krypto/Krypto Handel, es zählt jeweils der aktuelle Kurswert in Euro) und über 600€ Gewinn liegt (Wenn über 600 Euro, dann der volle Betrag, darunter nichts). Nach einem Jahr Steuerfrei. Es gilt der jeweilige, persönliche Einkommenssteuersatz. Weiter will ich hier nicht ins Detail gehen.
Weißt mich bei Fehlern bitte darauf hin, ich habe mich auch nur informiert und mache das keineswegs beruflich o.ä.

Siehe auch: cryptotax.io/offizielles-update-zur-besteuerung-von-kryptowahrungen-in-deutschland/

Bundestag:

dipbt.bundestag.de/doc/btd/19/003/1900370.pdf
(Seite 21 ff.)

Mining Auszug:


„Handelt es sich beim Mining von Kryptowährungen um eine gelegentliche Tätigkeit, kann es sich um Einkünfte aus sonstigen Leistungen im Sinne des § 22 Nr. 3 Einkommensteuergesetz (EStG) handeln. Diese sind erst ab einer Höhe von 256 Euro im Kalenderjahr einkommensteuerpflichtig. Der Tausch oder Rücktausch von Kryptowährung in Euro oder eine andere Kryptowährung innerhalb eines Jahres nach der Anschaffung führt zu einem privaten Veräußerungsgeschäft i.S.d. § 23 Abs. 1 S. 1 Nr. 2 EStG.
Werden Kryptowährungen im Rahmen einer gewerblichen Tätigkeit mit Gewinnerzielungsabsicht angeschafft oder hergestellt, sind Gewinne aus der Veräußerung oder dem Tausch der Kryptowährung im Rahmen der Einkünfte aus Gewerbebetrieb zu erfassen. Die Kosten für das Mining der Kryptowährungen sind als Betriebsausgaben abzugsfähig.

Die umsatzsteuerrechtliche Behandlung des Mining ist noch nicht abschließend geklärt. Die Europäische Kommission hat hierzu bereits Erörterungen im Mehrwertsteuerausschuss angestoßen, die aber noch nicht abgeschlossen sind.“

Anfrage an das BMF:
dasinvestment.com/kryptowaehrungen-so-werden-bitcoin-gewinne-versteuert/

Weitere Informationen dazu: medium.com/@philippsandner/bitcoin-und-andere-kryptow%C3%A4hrungen-726-mio-6912febc159b

Und zum Schluss weil es sein muss:
Die angeführten Erläuterungen haben lediglich informatorischen Charakter, stellen keine Rechts- oder Steuerberatung dar.