14.04.2018 – Offizielles Update zur Besteuerung von Kryptowährungen in Deutschland

Januar 2018 – Das deutsche Bundesfinanzministerium bestätigte die herrschende Meinung, alle Kryptowährungen seien unter § 23 Einkommensteuergesetz zu subsumieren.

Sehr schön und auch verständlich erklärt wird das Ganze hier:

finanzgefluester.de/besteuerung-von-kryptowaehrungen/

Eine Zusammenfassung in Kurzform, für den „schnellen“ Leser:

Folglich wurde die Besteuerung als „privates Wirtschaftsgüter“ im Sinne des § 23 EStG nun über den Bitcoin hinaus für alle Kryptowährungen bestätigt.
(Quelle: BT-Drucks. 19/370 vom 5.1.2018, S. 21f.)

Heißt, es muss alles versteuert werden was innerhalb eines Jahres veräußert wird (Krypto/Fiat und auch Krypto/Krypto Handel, es zählt jeweils der aktuelle Kurswert in Euro) und über 600€ Gewinn liegt (Wenn über 600 Euro, dann der volle Betrag, darunter nichts). Nach einem Jahr Steuerfrei. Es gilt der jeweilige, persönliche Einkommenssteuersatz. Weiter will ich hier nicht ins Detail gehen.
Weißt mich bei Fehlern bitte darauf hin, ich habe mich auch nur informiert und mache das keineswegs beruflich o.ä.

Siehe auch: cryptotax.io/offizielles-update-zur-besteuerung-von-kryptowahrungen-in-deutschland/

Bundestag:

dipbt.bundestag.de/doc/btd/19/003/1900370.pdf
(Seite 21 ff.)

Mining Auszug:


„Handelt es sich beim Mining von Kryptowährungen um eine gelegentliche Tätigkeit, kann es sich um Einkünfte aus sonstigen Leistungen im Sinne des § 22 Nr. 3 Einkommensteuergesetz (EStG) handeln. Diese sind erst ab einer Höhe von 256 Euro im Kalenderjahr einkommensteuerpflichtig. Der Tausch oder Rücktausch von Kryptowährung in Euro oder eine andere Kryptowährung innerhalb eines Jahres nach der Anschaffung führt zu einem privaten Veräußerungsgeschäft i.S.d. § 23 Abs. 1 S. 1 Nr. 2 EStG.
Werden Kryptowährungen im Rahmen einer gewerblichen Tätigkeit mit Gewinnerzielungsabsicht angeschafft oder hergestellt, sind Gewinne aus der Veräußerung oder dem Tausch der Kryptowährung im Rahmen der Einkünfte aus Gewerbebetrieb zu erfassen. Die Kosten für das Mining der Kryptowährungen sind als Betriebsausgaben abzugsfähig.

Die umsatzsteuerrechtliche Behandlung des Mining ist noch nicht abschließend geklärt. Die Europäische Kommission hat hierzu bereits Erörterungen im Mehrwertsteuerausschuss angestoßen, die aber noch nicht abgeschlossen sind.“

Anfrage an das BMF:
dasinvestment.com/kryptowaehrungen-so-werden-bitcoin-gewinne-versteuert/

Weitere Informationen dazu: medium.com/@philippsandner/bitcoin-und-andere-kryptow%C3%A4hrungen-726-mio-6912febc159b

Und zum Schluss weil es sein muss:
Die angeführten Erläuterungen haben lediglich informatorischen Charakter, stellen keine Rechts- oder Steuerberatung dar.

06.04.2018 – ICO-Markt auf neuem Rekordhoch

ICO's Bild zum Artikle

(Foto: www.btc-echo.de)

Der Markt für Initial Coin Offerings (ICO) wächst und wächst. Das erste Quartal 2018 verzeichnet neue Rekordwerte. In nur drei Monaten sammelten die Firmen mehr Kapital ein als in dem ganzen letzten Jahr. Den Rekord für die größte Platzierung hält Telegram mit einem Volumen von 850 Millionen Euro. Ein gewaltiger Marktwert für ICOs.

Unternehmen wie Telegram sammeln über ICOs bei Investoren Gelder ein, um Wachstumspläne umzusetzen.

Das Gegenstück dazu in der Finanzwelt ist der Börsengang oder Initial Public Offering (IPO). Dort liegen die Volumen für Platzierungen von Tech-Unternehmen deutlich höher. Spotify sammelte bei Investoren diese Woche knapp 30 Milliarden US-Dollar ein.

Das schwedische Unternehmen umging bei der Platzierung den üblichen Weg über die großen Investmenthäuser bei der Aktienausgabe und listete die Wertpapiere direkt an der Börse.

Ein bislang unüblicher Schritt, der allerdings die extrem hohen Gebühren spart.

Das Verhalten von Spotify zeigt, dass viele junge Unternehmen nach günstigeren Quellen zur Kapitalbeschaffung suchen.

ICOs sind auf dem besten Weg, diese Marktlücke zu füllen.

>> Um den ganzen Artikel zu lesen, klicken Sie hier <<

20.03.2018 – Regulierungsforderungen für Krypto-Währungen

Das Thema Kryptowährungen und deren Regulierung wird vorerst keinen Platz auf der Agenda der G20-Nationen erhalten.

Laut dem Financial Stability Board ist die Relevanz von Kryptowährungen noch zu gering, um eine wirkliche Bedrohung für die globale Finanzmarktstabilität darzustellen
↪Mark Carney begründet die Einschätzung des Financial Stability Boards zur Regulierung von Kryptowährungen mit dem geringen Anteil am globalen Finanzsystem.
-Auf der Höhe der Marktkapitalisierung im Dezember betrug dieser gerade mal 1 % des globalen BIP.
-Das Financial Stability Board ist die höchste von den G20-Staaten ins Leben gerufene internationale Finanzinstitution und ist dafür zuständig: das globale Finanzsystem zu überwachen ⏫
🗣aufgeschoben ist nicht aufgehoben.

Wann werden sie einschreiten, wenn es 10% des globalen BIPS beträgt?
Den ganzen Artikel dazu finden Sie hier << anklicken

19.02.2018 – Ist Bitcoin Geld?

Wenn Bitcoins und Co. keine attraktiven Alternativen zu den staatlichen Währungen wären, dann würden sich die Notenbanker und Regierungen auf dieser Welt auch nicht so intensiv damit beschäftigen. Tatsächlich ist das Aufkommen der Kryptowährungen der erste wirkliche Großangriff auf das staatliche Geldsystem. Und sie werden das Wirtschaftsleben insgesamt verändern, vielleicht sogar revolutionieren. Wer in China, Venezuela oder sonst wo Kapitalverkehrskontrollen entfliehen will, hat mit Bitcoin und Co. viel bessere Möglichkeiten als früher. Daher helfen in solchen Ländern Kryptowährungen dabei, die Lebensdauer von Diktaturen und freiheitsfeindlichen Regimen zu verkürzen . . .

Lesen Sie den ganzen Artikel hier:

Bundesbankpräsident Jens Weidmann hält die Kryptowährung Bitcoin für ineffizient. Mein ehemaliger Kollege und heutiger Vorstand der Bundesbank Carl-Ludwig Thiele versteift sich sogar in der Aussage: „Bitcoin ist kein Geld, sondern ein Spekulationsobjekt“.

Schnell stellt sich die Frage: Was ist überhaupt Geld und ist es immer effizient? Geld ist das allgemein akzeptierte Zahlungsmittel. Und da fängt es schon an. Denn nicht jede staatliche Währung kann das von sich behaupten. In den meisten Entwicklungs- und Schwellenländern ist nicht die eigene staatliche Währung das allgemein akzeptierte Zahlungsmittel, sondern der US-Dollar oder auch der Euro. Dort existiert meist ein blühender Handel mit diesen beiden Leitwährungen. Die dortigen Notenbanken und auch die Regierungen können gegen diesen Handel nicht wirklich etwas unternehmen. Er findet im Verborgenen statt. Weltweit ist unsere Situation im Euro-Raum oder die der Amerikaner in den USA, dass die eigene Währung das allgemein akzeptierte Zahlungsmittel und damit Geld ist, daher eher die Ausnahme.

Zwar versuchen viele Regierungen und Notenbanken ihre Bürger zur Verwendung ihrer Währung zu zwingen, um damit ihre Währung buchstäblich zu Geld zu machen, doch das ist nicht so einfach. Dies funktioniert meist nur durch Zwangsmaßnahmen. Die weiche Form dieser Repression ist der Annahmezwang. Per Gesetz wird definiert, was das gesetzliche Zahlungsmittel im jeweiligen Land ist. So auch bei uns. Der Euro ist seit 1. Januar 2002 alleiniges gesetzliches Zahlungsmittel. Jeder Gläubiger muss die Zahlung von Euro zur Begleichung von Geldschulden akzeptieren. Ob dies immer gelingt, ist nicht sicher. In Hochinflationsländern ist das schon schwieriger. In diesen Staaten existieren daher viel stärkere Repressionen. Sie werden als Kapitalverkehrskontrollen bezeichnet und fallen sehr unterschiedlich aus. Doch allen diesen Kontrollen ist eines gemein, sie sollen die Währungshalter zwingen, ihre Zahlungsströme ausschließlich in der heimischen Währung abzuwickeln und Devisen (Dollar oder Euro) nicht ins Ausland zu bringen.

Daher sind die Aussagen von Weidmann und Thiele kein wirklicher Erkenntnisgewinn. Denn jede Währung ist auch ein Spekulationsobjekt. Wer in Venezuela lebt und die dortige Währung „Bolivar“ benutzen muss, spekuliert selbstverständlich auf den weiteren Wertverfall der Währung unter der sozialistischen Regierung Maduro. Seit 2015 hat die Währung 75 Prozent gegenüber dem Euro eingebüßt. Wahrscheinlich ist der „Bolivar“ auch nicht besonders „effizient“, denn die Regierung muss immer mehr davon drucken, um den Schein zu wahren. Und dass Chinas Kapitalverkehrskontrollen effizient sind, lässt sich sicherlich auch bestreiten. Schließlich unterhält China dafür einen teuren Überwachungsstaat, der sämtliche Transaktionen ins Ausland „kontrolliert“.

Wenn Bitcoins und Co. keine attraktiven Alternativen zu den staatlichen Währungen wären, dann würden sich die Notenbanker und Regierungen auf dieser Welt auch nicht so intensiv damit beschäftigen. Tatsächlich ist das Aufkommen der Kryptowährungen der erste wirkliche Großangriff auf das staatliche Geldsystem. Und sie werden das Wirtschaftsleben insgesamt verändern, vielleicht sogar revolutionieren. Wer in China, Venezuela oder sonst wo Kapitalverkehrskontrollen entfliehen will, hat mit Bitcoin und Co. viel bessere Möglichkeiten als früher. Daher helfen in solchen Ländern Kryptowährungen dabei, die Lebensdauer von Diktaturen und freiheitsfeindlichen Regimen zu verkürzen.

Doch nicht nur dort wird es zu Veränderungen kommen. Bitcoin und Co. werden Euro und Dollar nicht ersetzen. Sie wollen und werden nur Teilfunktionen von Geld erfüllen. Die eine Währung dient vielleicht dazu, die Zahlungen im grenzüberschreitenden Handel zu vereinfachen. Andere dienen dazu, den Wertpapierhandel zu vereinfachen und wieder andere sind ein ideales Wertaufbewahrungsmittel.

Das war zumindest bei Bitcoin auch die Idee der Initiatoren. Sie wollten eine globale Währung schaffen, deren Umlaufmenge nicht beliebig durch Notenbanken manipuliert und vermehrt werden kann. Die theoretische Basis dafür liefert der Wirtschaftsnobelpreisträger Friedrich August von Hayek. 1976 schrieb er ein Buch darüber: „Die Entnationalisierung des Geldes“. Darin schlägt er vor, Geld wie jedes andere Gut zu betrachten und es dem Wettbewerb auszusetzen. In diesem Wettbewerb würde dann das gute – das knappe und werthaltige – Geld das schlechte – das inflationäre – Geld verdrängen. Die Voraussetzung sei die Aufgabe des staatlichen Geldmonopols und des gesetzlichen Annahmezwangs. Wenn jeder das schlechte Geld jeder Zeit in besseres Geld tauschen könnte, würde niemand lange schlechtes Geld freiwillig halten wollen. Dies würde dann auch die Herausgeber des schlechten Geldes, wohl das staatliche Geld, dazu zwingen, ihr Geld besser, also solider, zu machen. Genau so ist die Situation in Venezuela. Keiner will die schlechte Währung, den Bolivar, lange halten, sondern jeder versucht ihn schnell loszuwerden. Macht die Regierung Maduro so weiter, dann wird die Währung mit ihrem Staatspräsidenten irgendwann verschwinden. Zwischenzeitlich ist die gesamte Bevölkerung verarmt. Das ist der entscheidende Unterschied zu Bitcoin und Co. Hier geschieht alles freiwillig und auf eigenes Risiko.

Quelle: PROMETHEUS – Das Freiheitsinstitut

25.01.2018 – Nein, kein Schreibfehler

Nach meiner Veröffentlichung des Beitrags vom 17.01.2018 bekomme ich immer wieder Hinweise, dass mir in der Textzeile ein Buchstabendreher unterlaufen ist . . .

H O D L

. . . NEIN, dass Wort um das es in dem Beitrag geht, wird tatsächlich so geschrieben und nicht, wie es eigentlich richtig wäre Hold.

In meinem Beitrag vom 17.01. geht es ja darum, dass die Kurse der Kryptowährungen im Januar stark gefallen sind, so wie bereits in den letzten 3 Jahren davor

und

in diesem Zusammenhang ist Hodl dann auch wieder „das Wort dieser Tage“ geworden . . .

…der Begriff ist entstanden, weil ein angetrunkener User eines Krypto-Forums folgendes schrieb:

Jedenfalls lautet der Titel seines Posts: „I AM HODLING“
Anschließend regt er sich darüber auf, dass Bitcoin gerade gecrashed ist und das Trader ihm dazu sagen, er hätte seine BTC vorher verkaufen sollen. Da er aber den Zeitpunkt des Crashes verpasst hat, wird er Bitcoin jetzt weiter halten und langfristig wird sich das schon auszahlen für ihn.

Die Hälfte des Posts  verfasst er dann in Großbuchstaben.
Was schon ein Zeichen dafür ist wie sehr er gefrustet ist.

Der Post war so einprägsam, dass daraus ein Internet-Insiderwitz
entstanden ist und viele BTC Kenner bis heute Hodl sagen wenn sie meinen, dass man den Coin weiter halten soll.

Das Wort „HODL“ ist auch vielfach „gerappt“ worden,  ich habe einen spaßeshalber ausgewählt – wer mag, gerne einmal anhören/schauen – viel Spaß!

23.01.2018 – Mehr als eine weitere Blockchain

Die Infinity Economics Plattform (IEP) ist die nächste Generation des finanziellen Ökosystems, mit dem Hauptziel Kryptowährungen
in die traditionelle Finanzwelt zu integrieren.

Sie ist dazu da, für Normalverbraucher, Händler, Investoren und Finanzinstitute einen einzigen Marktzugang zu schaffen, indem sie eine neue Komplettdienstleistung – quasi ein dezentrales Finanz-Ökosystem ohne Grenzen und eine neue digitale Wirtschaft – aufbaut.

Damit wurde auch auf die derzeiteige Problematik bestehender Kryptowährungen reagiert, deren Alltagstauglichkeit als Zahlungsmittel noch – dezent ausgedrückt – eher bescheiden ausfällt.
….
Ab Seite 8 ist zu lesen, was alles möglich ist und das ist viel, sehr sehr viel – lassen Sie sich überraschen . . . . 

. . . . hier können Sie sich die gesamte Broschüre ansehen:

Broschüre-XinCOIN_12seitig

einfach auf den Link klicken und los geht’s!

20.01.2018 – DON´T PANIC

An meine Crypto-Interessierten Freunde

Toller Beitrag von Guido Klingebeil. . . .

BITCOIN – DON´T PANIC

Hallo Leute,

ich hoffe, euch sind die Nerven nicht zerrissen und die Neuen haben ihre Kryptofeuertaufe bestanden.

In einer meiner letzten Betrachtungen schrieb ich, dass aus es aus technischer Sicht absolut typisch wäre, würden wir noch einmal einen Test der runden Zehntausender Marke sehen und das man sich etwas Pulver trocken halten sollte. Ausbrüche über solche historischen Marken werden (fast) immer noch einmal getestet. Allerdings ging es mir ähnlich wie den meisten von euch, dass dies bei der Entwicklung der letzten Wochen schon ausserhalb der Vorstellungskraft lag.

Als Daytrader begleitete ich die gesamte Abwärtsbewegung mit kurzen Schlafpausen. An dieser Stelle daher mal eine Zusammenfassung des Psychologie des Verlaufs. Für mich war der Bruch der $ 12.000 das eigentliche Warnsignal.

In der ersten Welle kam es zu einem extrem dynamischen Abverkaufs bis an die $ 11.000. Dann eröffnete sich ein massives Nachfrage-Feuerwerk welches den BITCOIN wieder zurück an die $ 12.000 katapultierte. Innerhalb von 4 Stunden kauften die vermeindlichen Schnäppchenjäger den großen Jungs massenhaft Coins ab. Ich hatte teilweise schon Halsschmerzen vom Kopfschütteln. Die Kaufpanik war so gigantisch, dass es zwischen 11k und 12k zu immensen Umsätzen kam. Die 2. Welle sollte aber nicht lange auf sich warten lassen und drückte den Kurs dann bis auf die $ 10.000 runter. Hier wechselten dann die Emotionen von Kauf- in Verkaufspanik. Es wechselten nun die Coins von der schwachen in die starke Hand.

Immun gegen solche Kursbewegungen sind diejenigen, die Crypto verstanden haben. Wie jedes andere Gut hat ein Coin oder Token einen Wert auf der einen Seite und einen Kurs gegen eine andere Währung auf der andren Seite. Der Wert hat sich in den letzten 48h nicht verändert. Ethereum, Monero, Bitcoin.. ihre wertstellenden Funktionalitäten sind vom Fiat – Umtauschkurs in keiner Weise abhängig. Käufer, die ihre Entscheidungen auf den Wert basiert trafen, liessen sich von der Korrektur weniger beeindrucken, als diejenigen, welche durch Cryptos Fiatmillionäre werden wollen.

Wie könnte es nun weitergehen?

Es gab in den letzten Jahren eine Korrelation zwischen dem Jahrestief und dem Chinesischen Neujahrsfest. Ähnlich wie bei uns zu Weihnachten brauchen die Chinesen Fiat – Geld für Geschenke. Wie sahen nun die Kursentwicklungen bei BITCOIN innerhalb der letzten Jahre aus (Exchange Bitfinex, Bitstamp):

Bitcoin in 2015:
* Tief: $152 am 14. Januar 2015
* Jahres Schlusskurs: $431

Bitcoin in 2016:
* Tief: $352 am 16. Januar 2016
* Jahres Schlusskurs: $966

Bitcoin in 2017:
* Tief: $735 am 12. Januar 2017
* Jahres Schlusskurs: $13880

Bitcoin in 2018 (bis jetzt):
* Tief: $9977 am 16. Januar 2018
* Jahres Schlusskurs: ???

Haben wir nun das Jahrestief gesehen?

Technisch betrachtet, befinden wir uns in einem positiven Zyklus. Wie auch bei anderen Währungen, kann sich solch ein Zyklus weit über ein Jahrzehnt hinaus tragen. In wie weit nun die aktuelle Korrektur reicht, wird niemand im stande sein, zu prognostizieren. Die Frage stellt sich an der Stelle eher anders: Wird die Technologie weiter an Tragweite gewinnen? Wird sich die Fiat Geldmenge weiter erhöhen? Wann reagieren die Menschen auf den Wegfall des Bankgeheimnis? Steigt die Akzeptanz von Kryptowährungen weiter? Wir sehen seit Wochen massive Skalierungsprobleme an den Exchanges. Man kommt einfach nicht mit der Masse an Neuanmeldungen klar. Sogar gibt es an vielen Exchanges einen Annahmestop.

Betrachten wir uns einmal Ethereum:

Am 4.1.2018 gab es einen neuen Rekord mit 1.33 Millionen Transaktionen und 352.888 neuen Wallets!

Url: etherchain.org/charts/transactionsPerDay
Url: etherscan.io/chart/address                                                                        (Bitte aktiv in Ihre Browserzeile eingeben)

Fazit:

„Deine“ Euros befinden sich nicht in deinem Eigentum. Du hast lediglich eine Nutzungslizenz und eine Verfügungsberechtigung für dein Bankkonto. Das Eigentum deines Geldes liegt also in ganz anderen Händen. Weiterhin existiert faktisch kein Bankgeheimnis mehr. Selbst Unternehmen können nun auf deine Kontodaten zugreifen, der Staat sowieso. Arbeitsleistung nun in Fiat zu speichern, ist die schlechteste aller Ideen. Ein Wallet hingegen befindet sich ausserhalb von Eigentumsansprüchen Dritter. Crypto ist open Source, also ohne Lizenzgeber, wie beim Euro z.B. die EZB. Die geschöpfte Menge an Coins ist klar definiert und kann nicht wie beim Fiat Geld unendlich erweitert werden. Unter all diesen Aspekten solltest du dir nun die Frage beantworten, ob der jeweilige Wechselkurs zum Fiat Money noch die Relevanz hat, wie du denkst.

Danke für´s lesen.

Euer FOOTPRINTER TN

Haftungsausschluss: Dieser Post ist keine Anlageberatung, sondern spiegelt die persönliche Einschätzung des Autors wider. Genannte Kursmarken ergeben sich aus der markttechnischen Analyse. Bitte führe selbstverantwortlich eine eigene Einschätzung durch. Kryptowährungen sind sehr volatil. Daher solltest du mit jeder Position nur soviel riskieren, wie es deine finanziellen Verhältnisse zulassen.

19.01.2018 – Holen Sie sich aus Ihrer bereits gekündigten LV noch tausende Euro

Klagen bei Lebensversicherungen können tausende Euro bringen

Die Rückabwicklung fehlerhafter Lebensversicherungen kann sich für einen großen Teil der Versicherten finanziell lohnen.

Ein Blick ins Kleingedruckte kann sich für Millionen Versicherungskunden lohnen: Nach Angaben der Stiftung Warentest können sie eine Rückabwicklung ihrer Lebens- oder Rentenversicherungen fordern, wenn ihre Verträge fehlerhafte oder unvollständige Widerspruchsbelehrungen enthielten, berichtet die AFP. Selbst lange nach Vertragsende seien oft noch tausende Euro Nachschlag drin, berichtete das Magazin Finanztest vorab aus seiner August-Ausgabe. In hunderten Fällen seien bereits jeweils mehrere tausend Euro erstattet geworden.

Dabei geht es um Lebens- und Rentenversicherungsverträge, darunter auch viele Riester- und Rürup-Rentenversicherungen, die zwischen Ende Juli 1994 und Ende 2007 abgeschlossen wurden. Diesen Verträgen können Versicherte laut Finanztest nach einem Urteil des Bundesgerichtshofs auch heute noch widersprechen, wenn sie eine fehlerhafte Widerspruchsbelehrung enthalten.

Eine Rückabwicklung bringt nach Angaben der Verbraucherrechtsexperten meist mehr Geld als eine Kündigung, weil die Versicherer dann alle Prämien einschließlich der hohen Abschluss- und Verwaltungskosten komplett erstatten müssen. Das gilt auch für die Zinsen, die der Versicherungskonzern mit den eingezahlten Beiträgen erwirtschaftet hat. Abziehen dürfen die Versicherer nur Risikokosten – wie Risikobeiträge für den Schutz von Hinterbliebenen im Todesfall.

Nach Schätzungen der Verbraucherzentrale Hamburg (vzhh) sind 20 bis 24 Millionen Versicherungen rückabwickelbar. Von tausend gesichteten Verträgen enthielten etwa 60 Prozent fehlerhafte und somit unwirksame Widerspruchsbelehrungen, sagte Kerstin Becker-Eiselen, für die Themen Geldanlage, Altersvorsorge und Versicherung zuständige Abteilungsleiterin bei der vzhh.

Die betreffenden Belehrungen sind oft falsch formuliert. So muss ein Widerspruch nicht innerhalb einer bestimmten Frist beim Versicherer eingehen, sondern nur abgesendet werden; Bei Vertragsabschlüssen ab 2002 muss in der Widerrufsbelehrung auf die Textform und nicht auf die Schriftform hingewiesen werden, weil seit 2002 eine E-Mail als Widerspruch ausreicht. Eine Widerspruchsbelehrung muss sich zudem deutlich vom übrigen Vertragstext abheben.

„Ohne Hilfe von Profis haben Laien aber kaum eine Chance, ihr Recht durchzusetzen“, erklärte Finanztest-Expertin Ariane Lauenburg. Verbraucher, die schlechte Verträge loswerden wollen, können sich an die Verbraucherzentrale Hamburg, den Versicherungsobmann, einen Anwalt oder einen Dienstleister wenden.

Becker-Eiselen von der vzhh warnt denn auch vor einer vorschnellen Kündigung einer Lebensversicherung, zum Beispiel wenn eine Berufsunfähigkeitsversicherung daran gekoppelt ist. „Man sollte den Vertrag nicht einfach blind aufgeben, wenn man eine Rente im Krankheitsfall vereinbart hat. Dann kann es sinnvoller sein, drinzubleiben.“

Der größte deutsche Versicherer Allianz teilte auf Anfrage von AFP mit, die Widerspruchsbelehrungen des Unternehmens seien „regelmäßig nicht beanstandet“ worden. Aus Kundensicht gebe es deshalb keinen Grund, ein Widerspruchsrecht auszuüben und die Rückabwicklung eines Lebensversicherungsvertrags anzustreben. Zudem habe der Bundesgerichtshof die von der Allianz zwischen 1995 und 2007 verwendeten Widerspruchsbelehrungsfassungen „weitgehend als ordnungsgemäß bestätigt“.

Das unbegrenzte Widerspruchsrecht in diesen Fällen ist der Versicherungsbranche nach Angaben der Verbraucherschutzexpertin Becker-Eiselen ein Dorn im Auge. Da es jedoch auf einen Verstoß gegen Europäisches Recht zurückzuführen sei, könne die Branche nicht so einfach dagegen vorgehen. Dem sogenannten ewigen Widerrufsrecht für mangelhafte Kreditverträge hatte der Gesetzgeber im vergangenen Jahr auf Drängen der Finanzbranche einen Riegel vorgeschoben.

Translate »